Die Entstehungsgeschichte der für Oberschwaben urtypischen Moorlandschaft datiert zirka 15.000 Jahren zurück. Das Moor, das „schwarze Gold“ Oberschwabens, wird als naturgegebenes Heilmittel seit Generationen für die Behandlung von orthopädischen Beschwerden eingesetzt. Bereits unseren Vorfahren war die gesundheitsfördernde Wirkung bekannt. Heute erlebt das Bad in Naturmoor eine Renaissance.
Bäder mit frisch gestochenem Naturmoor spenden nicht nur wohltuende Wärme, sie sind auch reich an kostbaren Mineralstoffen und organischen Säuren. Die Mischung aus Naturmoor und quellfrischem Thermalwasser zum geschmeidigen Moorbrei ergibt ein hochwirksames Gesundheitspaket. Warme Moorbäder fördern eine gleichmäßige Durchblutung, wirken muskelentspannend und schmerzlindernd. Ergänzend kommen die anregende Wirkung auf das Immunsystem und der Abtransport von Stoffwechselprodukten hinzu. Besonders heilend wirken Moorbäder bei Rheuma und Gelenkerkrankungen, Wirbelsäulenbeschwerden und Verspannungen. Auch bei hormonell bedingten Frauenkrankheiten gilt Moor als Therapiemittel „der Wahl“.
Heilkraft entfaltet das Moor sogar in kaltem Zustand. Kalte Mooranwendungen lindern Schmerzen und wirken entzündungshemmend.
Drei Thermal- und Moorheilbäder liegen an der Schwäbischen Bäderstraße:
die schmucken Kurstädte
Bad Buchau,
Bad Waldsee und
Bad Wurzach haben den ausgezeichneten Ruf Oberschwabens als Gesundheitsregion maßgeblich geprägt. Eine lange Tradition im Bereich der Moortherapie ist hier verwurzelt.