Von Bad Wörishofen nach Bad Grönenbach

Nach einer schönen Pause in Bad Wörishofen oder auch einer Übernachtung fahren wir vom Kurhaus, im Zentrum der Stadt Bad Wörishofen Richtung Süden entlang der Hauptstraße. Vorbei an der Stadtpfarrkirche St. Justina und dem Dominikanerinnenkloster, die einst für 42 Jahren die Wirkungsstätte Sebastian Kneipps waren. Nach 56,9 km biegen wir rechts in die Bürgermeister-Stöckle-Straße ein, lassen den Brauerei-Gasthof Löwenbräu in der Mitte liegen, halten uns halbrechts und fahren die Alfred-Baumgarten-Straße Richtung Mindelheim.

Bevor wir Bad Wörishofen verlassen, fahren wir vorbei an dem wunderschönen Kurpark. Nach 60 km biegen wir im Ortsteil von Bad Wörishofen, in Dorschhausen, nach links Richtung Altensteig ab. In Dorschhausen wäre ein Besuch in der Pfarrkirche Maria Heimsuchung zu empfehlen.

Nach 62 km erreichen wir die Ortschaft Altensteig, ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radler aus Bad Wörishofen. Auf der Fahrt Richtung Dirlewang sehen wir rechts die Stadt Mindelheim mit der Frundsbergburg. Ein Besuch lohnt sich allemal mit dem historischen Stadtkern und der langen Geschichte dieser Stadt, die heute Sitz des Landratsamtes und des Landesrates des Landkreises Unterallgäu ist.

Nach 64,6 km erreichen wir den Ortseingang von Dirlewang und biegen unmittelbar nach links in Richtung Oberegg ab. Am Ortsausgang von Dirlewang bietet sich ein wunderschöner Blick ins liebliche Mindeltal mit seinen saftigen Wiesen und satt grünen Wäldern. Schon von weitem öffnet sich der Blick zu dem Dorf Unteregg, wo sich eine Rast zur Besichtigung der Dorfkirche als lohnend erweist. In der Ortsmitte biegen wir links ab und fahren nach Oberegg. Auf der sogenannten Mindeltalstraße, auf der wir uns jetzt befinden, hat man einen herrlichen Ausblick auf die Allgäuer Alpen, die sich vor uns ausbreiten. In der Mitte des Dorfes Oberegg biegen wir nach rechts in Richtung Markt Rettenbach und Ottobeuren ab.

Nach 74,6 km erreichen wir das Örtchen Buchenbrunn. In Buchenbrunn lohnt sich ein Abstecher nach rechts zur historischen Mühle Katsbrui. Dort wurde einst der Märchenfilm „Der gestiefelte Kater“ gedreht. Heute ist es ein herrliches Ausflugslokal mit guter schwäbischer Küche. Nach 77,1 km erreichen wir die Ortschaft Markt Rettenbach. Diese durchqueren wir auf dem Weg nach Ottobeuren. Am Ende der Ortschaft Markt Rettenbach findet sich die Wallfahrtskirche Maria Schnee (Ortsteil Kappele) mit einem daneben liegenden Gasthof, der gut bürgerliche schwäbische Küche anbietet. Eine Einkehr nach Besichtigung der Wallfahrtskirche lohnt sich allemal.

Nach 83,6 km erreichen wir die Ortschaft Guggenberg. Am Ortsausgang von Guggenberg hat man einen wunderschönen Anblick auf Ottobeuren und die Basilika mit dem mächtigen Benediktinerkloster, einem der schönsten Barockbauten im süddeutschen Raum, das auf jeden Fall einen Pflichtbesuch erfordert. Das Kloster von Ottobeuren wird heute von 27 Mönchen bewohnt und betreut. Nach 85,2 km biegen wir links nach Ottobeuren ab und fahren in Richtung Ortsmitte.

An dieser Abzweigung befindet sich auch der Weg nach Stephansried in unmittelbarer Nähe, wo Sebastian Kneipp am 17. Mai 1821 geboren wurde. An dessen Elternhaus, das später abbrannte, steht heute ein Obelisk, der an Kneipp erinnert. Das Grundstück, im Eigentum der Stadt Bad Wörishofen, wird von dieser in dankbarer Erinnerung gepflegt und ist regelmäßiger Treffpunkt für Ausflüge.

In der Mitte des Marktes Ottobeuren biegen wir rechts ab und fahren direkt auf das Kloster zu. Den Klosterberg fahren wir hinauf, um dann nach links in Richtung Wolfertschwenden abzubiegen. Wir durchqueren die Ortschaft Karlins und haben wiederum einen herrlichen Blick auf die Allgäuer Alpen. Eine Reihe von großen landwirtschaftlichen Gehöften säumen den Wegrand. Durch eine enge Serpentinenstraße erreichen wir nach 94,1 km die Ortseinfahrt Wolfertschwenden. Wir biegen rechts nach Bad Grönenbach ab, um gleich danach wieder links abzubiegen. Im Ortsteil Tal überqueren wir die Eisenbahn Memmingen-Kempten und fahren unter der Autobahn der A 7 durch und sehen vor uns schon das Hohe Schloss von Bad Grönenbach.

Nach 97,7 km erreichen wir den Ortseingang von Bad Grönenbach. Vor uns liegen die Bad Grönenbacher Stiftskirche und das Hohe Schloss, die den Besucher schon von weitem grüßen. Sie sind Zeugen einer bewegten Geschichte und bis heute bedeutsame Orte der Kultur geblieben. Auch der 21-jährige Sebastian Kneipp dürfte diesen Anblick genossen haben, als er sich zu Fuß dem Allgäuer Marktflecken näherte, um nach vielen vergeblichen Versuchen hier endlich Gehör für seinen Wunsch nach Lateinunterricht zu finden.

Bad Grönenbach ist ein lohnendes Ziel. Kurzweil für einen vergnüglichen Tagesausflug ist ebenso garantiert wie Ruhe, Erholung und Regeneration für den Gast, dem seine Gesundheit am Herzen liegt. Die wunderschöne Voralpenlandschaft und das Panorama der Alpen laden zu Ausflügen ein. Die Reize des Ortes und der Umgebung sowie das gehaltvolle Angebot in medizinischer, gastronomischer und kultureller Hinsicht bilden eine Verbindung, deren Charme man gerne erliegt.